Studie zu Internationalen Sektoralen Qualifikationsrahmen und -systemen – Neue Publikation

Autoren: 
Monika Auzinger, Julia Fellinger, Karin Luomi-Messerer, Luca Mobilio, Daniela Ulicna, Ali Zaidi

Die Studie untersuchte die Merkmale internationaler sektoraler Qualifikationen, Qualifikationsrahmen und -standards und analysierte die Möglichkeiten, sie dem EQR zuzuordnen. 

In der für diese Studie angewendeten Methodik wurde die Sekundärforschung mit einer Online-Umfrage mit internationalen sektoralen und berufsständischen Organisationen, 74 Interviews mit Vertretern und Vertreterinnen von für ausgewählte Initiativen verantwortlichen Organisationen, einer Kurzbefragung von nationalen Koordinierungsstellen für den EQR (Europäischer Qualifikationsrahmen) und einem Workshop mit Experten und Expertinnen kombiniert.

Initiativen im Bereich internationaler sektoraler Qualifikationen sind ein relativ weit verbreitetes Phänomen. Insgesamt ermittelte die Studie 254 Organisationen, die für die Verwaltung internationaler sektoraler Qualifikationen, Qualifikationsrahmen oder Standards verantwortlich zeichnen. Bei den meisten in dieser Studie ermittelten Initiativen handelt es sich um internationale sektorale Qualifikationen sowie um miteinander verbundene „Familien von Qualifikationen“ oder Qualifikationsstandards.

Internationale sektorale Initiativen sind in einer Vielzahl von Wirtschaftssektoren zu finden und der Großteil der ermittelten Organisationen bietet Initiativen für hochqualifizierte Fachkräfte an. Der Großteil der untersuchten Initiativen richtet sich an eine relative hohe Personenzahl und blickt bereits auf eine über zehnjährige Geschichte zurück. Die Studie zeigt, dass üblicherweise Lernergebnisse zur Definition internationaler sektoraler Qualifikationen und Standards herangezogen werden und die meisten der befragten Organisationen gaben an, sich mit den Aspekten der Aktualisierung von Qualifikationen/Initiativen und deren Qualitätssicherung zu befassen. Für mehr als die Hälfte der Initiativen wird ein Bezug zum EQR angegeben; davon sind zwei Drittel bereits direkt oder indirekt mit einem NQR (Nationalen Qualifikationsrahmen) verknüpft.

Auf Seiten internationaler sektoraler Organisationen besteht eine starke Nachfrage nach einer direkten Anbindung an den EQR. Dies wurde als weniger aufwendig als die Verknüpfung mit einem NQR eingeschätzt und würde auch konsistente Niveauzuordnungsentscheidungen sicherstellen. Dies würde auch das Risiko verringern, dass diese Organisationen ihre Qualifikationen inoffiziell, also ohne formale Validierung, einem EQR-Niveau zuordnen.

Erscheinungsjahr: 
2016
Erscheinungsort: 
Brüssel
Verlag: 
Europäische Kommission