Innovate. Adapt. Preserve: Navigating Change in Higher Education
5. Konferenz des Netzwerks Hochschulforschung Österreich
In einer Zeit tiefgreifender sozialer, technologischer und geopolitischer Umbrüche stehen Hochschulen
vor der Herausforderung, nicht nur auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren, sondern aktiv
den Wandel mitzugestalten. Die digitale Transformation, der gesellschaftliche Wandel und globale
Dynamiken verlangen von den Hochschulen, Innovationen zu fördern, flexibel auf neue
Herausforderungen einzugehen und gleichzeitig ihre zentrale Rolle in der Wissensgesellschaft zu
sichern.
Hochschulen bewegen sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Ansprüche und teils widersprüchlicher
Interessen: zwischen „Exzellenz“ und sozialer Gerechtigkeit, Kooperation und Wettbewerb, Förderung
und (Über-)Forderung der Studierenden; zwischen gesellschaftlicher Wirksamkeit, „Bildung“ und
„Employability“. Gleichzeitig entstehen dadurch auch Synergien, die Innovation und Veränderung
vorantreiben.
Technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz und digitale Lernumgebungen haben das
Potenzial, Lehre und Forschung grundlegend zu transformieren. Auch der Fokus der Hochschulbildung
unterliegt einem Wandel (Stichwort: Lernergebnisse, “future skills“) und damit auch das, was von
Hochschulen auf politisch‐gesellschaftlicher Ebene erwartet wird.
Dazu gehört, dass sie einen Beitrag zu gesamtgesellschaftlichen Zielen wie den Nachhaltigkeitszielen
(SDGs) oder sozialer Gerechtigkeit leisten. Wie können Hochschulen diese Erwartungen erfüllen? Wie
verändern sich Arbeits‐ und Studierbedingungen an Hochschulen? Unklar bleibt auch, welche neuen
Formen der Governance diesen Veränderungen gerecht werden können, nachdem „New Public
Management“ zunehmend als überholt gilt. Die Rolle von Netzwerken und Partnerschaften, etwa auch
internationale Hochschulallianzen, sowie der Umgang mit Daten auf institutioneller und systemischer
Ebene stellen zentrale Themen dar. Darüber hinaus sind „Werte“ – auch und insbesondere die
Verteidigung der akademischen Freiheit – in die Diskussion und die politische Auseinandersetzung
zurückgekehrt: wie können und sollen Hochschulen hier Position beziehen bzw. ihre Position(en)
behaupten?
Die Konferenz lädt Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Entscheidungsträger*innen ein, sich
mit diesen Spannungsfeldern auseinanderzusetzen und sowohl die Herausforderungen als auch die
Chancen zu beleuchten, welche die Transformation der Hochschullandschaft prägen.
Einreichungsfrist für Abstracts: 15. Jänner 2025
10:00 – 00:00
Central European University, Wien
Konferenz 
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