9. BBFK 2024
Berufsbildung in Zeiten des Mangels
Berufsbildung in Zeiten des Mangels — Handlungserfordernisse neu denken
Mangel ist seit vielen Jahren ein wiederkehrendes gesellschaftliches Thema. Je nach konjunktureller Lage kommt es zu einem Mangel an Arbeitsplätzen, zu einem Mangel an Fachkräften oder zu beidem. Ein Mangel an Ressourcen kann Partizipationsmöglichkeiten von Menschen verengen, besonders betroffen sind vulnerable Gruppen. Häufig wird angesichts dieser Probleme Berufsbildung als Antwort definiert, obwohl berufliche Bildung eher nur ein Teil einer gesamtgesellschaftlichen Lösung darstellt, deren Wirkungen sich eher langfristig zeigen.
Durch diesen Mangel auf verschiedenen Ebenen entsteht Handlungsdruck für die berufliche Bildung bezogen auf Inhalte, Prozesse, Gestaltung und Steuerung. Es besteht eine Dringlichkeit für Veränderungen. Wir wollen mit der Berufsbildungsforschungskonferenz einen Raum schaffen, um Potenziale beruflicher Aus- und Weiterbildung neu zu denken und das Krisenhafte der Knappheit so nutzbar machen. Insofern kommen mit der Knappheit auch Entwicklungen der Berufsbildung in den Blick, die zum Teil als mögliche Reaktion gedacht werden können und gleichzeitig zukunftsorientierte Entwicklungslinien kennzeichnen:
- künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt und in der Berufsbildungspraxis (teilweise verbunden mit einer Substitutionsfunktion für Arbeitskräfte oder Bildungsangebote)
- Flexibilisierung beruflicher Bildung
- berufliche Orientierung unter sich wandelnden Bedingungen
- Transformationen (z. B. hin zur Nachhaltigkeit, hin zu neuen Arbeitsmodellen usw.)
- veränderte Akteurskonstellationen im Wettbewerb um Teilnehmende und Ressourcen für berufliche Bildung
Entlang dieser und ähnlicher thematischer Linien entscheidet sich, wie in der Berufsbildung mit dem Thema Knappheit umgegangen wird. Die Berufsbildungsforschungskonferenz bietet die Möglichkeit den aktuellen Diskussions- und Forschungsstand dazu sichtbar zu machen
09:00 – 00:00
Innsbruck
Konferenz 
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