23. Februar 2026

Microcredentials in Europa: Was hat sich schon getan – und wo geht es hin?

Ein neuer Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission zeigt, wie europäische Länder Microcredentials umsetzen – in Hochschulbildung, Berufsbildung und Beschäftigungssystemen.

Die neue Publikation „Progress report on the imple­men­ta­ti­on of the Council Recommendation on a European approach to micro-cre­den­ti­als for lifelong learning and employa­bi­li­ty“ beleuch­tet, wie EU-Mitgliedstaaten und asso­zi­ier­te Länder Microcredentials Schritt für Schritt von der poli­ti­schen Empfehlung in die Praxis über­füh­ren. Karin Luomi-Messerer und Zsuzsanna Zarka haben zum Bericht beigetragen.

Grundlage ist eine umfas­sen­de Befragung, die im zweiten Halbjahr 2024 durch­ge­führt wurde. Erhoben wurden Einschätzungen und Informationen von Bildungsministerien, zustän­di­gen Hochschulbehörden, Mitgliedern des Beratenden Ausschusses für Berufsbildung sowie von öffent­li­chen Arbeitsmarktverwaltungen. Die Ergebnisse geben damit einen fun­dier­ten Einblick in den Stand der Entwicklungen im Jahr 2024 – zugleich wird berück­sich­tigt, dass sich dieser Bereich sehr dynamisch ent­wickelt und seit der Datenerhebung weitere Fortschritte erfolgt sein können.

Über Hochschulbildung, Berufsbildung und Beschäftigungssysteme hinweg unter­sucht der Bericht, wie Länder die Empfehlungen des Rates konkret umsetzen – beginnend bei grund­le­gen­den Fragen (gemein­sa­me Definitionen und zentrale Merkmale von Microcredentials) bis hin zu den prak­ti­schen Voraussetzungen, die ihre Nutzung erst ermög­li­chen: Qualitätssicherung und Anerkennung, Finanzierungsansätze sowie Informationssysteme für Transparenz und Sichtbarkeit. Darüber hinaus wird betrach­tet, wie Microcredentials in unter­schied­li­chen Lernsettings ein­ge­setzt und beworben werden, wie sie in breitere Politikinitiativen und EU-Instrumente ein­ge­bet­tet sind und welche Herausforderungen beim Aufbau eines trag­fä­hi­gen „Ökosystems“ für Microcredentials auftreten.

Insgesamt zeigt der Bericht spürbare Fortschritte, ins­be­son­de­re ange­sichts der noch relativ kurzen Zeit seit Annahme der Empfehlung. Gleichzeitig werden Unterschiede in der Umsetzung sichtbar: Nicht alle vor­ge­schla­ge­nen Elemente werden in den ver­schie­de­nen Systemen gleich stark auf­ge­grif­fen – und es bleiben Lücken, die für eine kon­si­sten­te Weiterentwicklung relevant sind.


Ansprechperson: Karin Luomi-Messerer

Client: Europäische Kommission

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