Neue Publikation: Wie wirkt Erasmus+ auf erwachsene Lernende?
Erasmus+ ist das zentrale EU-Programm zur Förderung von Bildung, Jugend und Sport und trägt maßgeblich zu nachhaltigem Wachstum und sozialem Zusammenhalt in Europa bei. Seit 2021 bietet Erasmus+ auch verschiedene Kooperations- und Mobilitätsmöglichkeiten in der Erwachsenenbildung an und fördert dadurch lebenslanges Lernen.
Die kürzlich veröffentlichte Studie des RIA-AE Netzwerks (Research-based Impact Analysis of Erasmus+ Adult Education Programmes) untersucht, wie sich solche kurzfristigen Lernerfahrungen im Rahmen von Erasmus+ auf erwachsene Lernende auswirken. Da sich bisherige Untersuchungen vorwiegend auf Studierende und junge Menschen fokussiert haben, schließt die Analyse damit eine relevante Forschungslücke. Neben Erkenntnissen aus qualitativen Inhaltsanalysen stützt sich die Auswertung auf 24 problemorientierte Interviews mit Teilnehmenden aus Österreich, Deutschland, Lettland und Slowenien. Konkret werden Lerneffekte und Veränderungen im sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben der Teilnehmenden untersucht.
Die Interviews zeigen einheitlich, dass Erasmus+ das interkulturelle Lernen, soziale Kontakte, das Wohlbefinden, die Fähigkeiten zum selbstständigen Leben und die Kommunikation in mehrsprachigen Umgebungen fördert. In Bezug auf Umweltbewusstsein und berufliche Kompetenzen variieren die Ergebnisse hingegen je nach thematischem Schwerpunkt der Maßnahme und individuellen Hintergründen der Lernenden. Diese Erkenntnisse heben die Bedeutung von Erasmus+ und deren transformative Rolle für lebenslanges Lernen hervor und liefern wertvolle Anhaltspunkte für die Entwicklung zukünftiger Mobilitätsprogramme in der Erwachsenenbildung.
Der ganze Artikel ist hier nachzulesen. Stefan Humpl von 3s ist Co-Autor der Studie.
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Ansprechperson: Stefan Humpl

