2. März 2026

Wie Lernergebnisse die Bewertung in der Berufsbildung prägen

Ein neuer Cedefop-Report analysiert, wie Lernergebnisse Bewertungspraktiken in der schulischen und beruflichen Erstausbildung in zehn europäischen Ländern beeinflussen.

Cedefop hat kürzlich die Studie The influence of learning outcomes  ver­öf­fent­licht. Untersucht wird, wie inten­dier­te Lernergebnisse in der beruf­li­chen Erstausbildung (IVET) in tat­säch­lich erreichte Lernergebnisse überführt werden – mit beson­de­rem Fokus auf die Bewertung. Die Publikation ist Teil des Projekts The shift to learning outcomes: Rhetoric or reality?, das ana­ly­siert, wie lern­ergeb­nis­ori­en­tier­te Ansätze in Berufsbildungssystemen umgesetzt werden.

Auf Grundlage einer Literaturauswertung, von zehn Länderfallstudien sowie einer Online-Befragung von Berufsbildungspersonal unter­sucht die Studie, wie Lernergebnisse formative und summative Bewertungsformen prägen. Karin Luomi-Messerer leitete das ent­spre­chen­de Arbeitspaket, Zsuzsanna Zarka, Mariya Dzhengozova und Monika Auzinger arbei­te­ten an Analyse und Bericht mit. Mariya war zudem für die bul­ga­ri­sche Fallstudie verantwortlich.

Zentrale Ergebnisse

Lernergebnisse struk­tu­rie­ren Bewertungssysteme

In allen unter­such­ten Ländern bilden Lernergebnisse die Grundlage natio­na­ler Bewertungsregelungen. Meist werden Bewertungskriterien auf natio­na­ler Ebene fest­ge­legt und dienen als Referenz für die Beurteilung von Lernerfolgen. Allgemein for­mu­lier­te Kriterien schaffen Flexibilität, können jedoch zu Interpretationsspielräumen führen.

Abstimmung ist ent­schei­dend

Die Studie betont die Bedeutung der Abstimmung zwischen inten­dier­ten Lernergebnissen, Bewertungsverfahren und tat­säch­lich erreich­ten Ergebnissen. Bewertungskriterien fungieren häufig als Bindeglied zwischen cur­ri­cu­la­ren Zielen und Leistungsnachweisen, dif­fe­ren­zie­ren jedoch selten klar zwischen unter­schied­li­chen Leistungsniveaus.

Formatives Bewerten stärken

Obwohl formative Bewertung als wichtig anerkannt wird, sind ent­spre­chen­de Verfahren – ebenso wie Selbst- und Peer-Assessment – vie­ler­orts noch aus­bau­fä­hig. Ihre Wirksamkeit hängt stark von der Lernmotivation und der Umsetzung ler­nen­den­zen­trier­ter Ansätze ab.

Bewertungskriterien beein­flus­sen Lehren und Lernen

Präzise und messbar for­mu­lier­te Kriterien fördern Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Gleichzeitig berichten Lernende teilweise von schwer ver­ständ­li­cher Fachsprache, was die Nutzung der Kriterien als lern­un­ter­stüt­zen­des Instrument erschwert.

Transversale Kompetenzen unein­heit­lich erfasst

Der Umgang mit über­fach­li­chen Kompetenzen wie Teamarbeit oder Kommunikation variiert deutlich. Teilweise werden sie explizit bewertet, teilweise implizit inte­griert oder nicht syste­ma­tisch erfasst, was zu Uneinheitlichkeit führt.

Insgesamt zeigt die Studie: Die kon­se­quen­te Abstimmung von Lernergebnissen und qua­li­täts­ge­si­cher­ten Bewertungspraktiken ist zentral – sowohl für die ver­läss­li­che Zertifizierung (summative Bewertung) als auch für die Unterstützung von Lernprozessen und indi­vi­du­el­ler Entwicklung (formative Bewertung).

 

 


Ansprechperson: Karin Luomi-Messerer

Client: Cedefop

1. Jun

Rückblick auf das 2. Wiener Arbeitsfilmfestival 2026

Das Wiener Arbeitsfilmfestival hat erneut gezeigt, wie aktuell, vielfältig und gesellschaftlich relevant das Thema Arbeit auf der Leinwand verhandelt werden kann.

4. Mai

Weiterbildungsmotivation im Erwachsenenalter – neue Publikation im Meb

In der neuen Ausgabe des Magazins „erwachsenenbildung.at“ erschien ein Artikel von Günter Hefler und Eva Steinheimer zur Entstehung von Weiterbildungsmotivation Erwachsener.

27. Apr

Individual Learning Accounts – Ein Leitfaden zur Umsetzung

Eine neue Publikation fasst zentrale Erkenntnisse und bewährte Verfahren aus den ILA-Workshops europäischer Mitgliedstaaten im Rahmen des „ILA Mutual Learning Programme“ von 2023-2025 zusammen.

15. Apr

Pact for Skills – zentrale Erfolge und zukünf­ti­ge Chancen

Der Jahresbericht des Pact for Skills 2025 zeigt Fortschritte und Herausforderungen der Kompetenzförderung in Europa auf und basiert auf einer europaweiten Mitgliederbefragung.

1. Jun

Rückblick auf das 2. Wiener Arbeitsfilmfestival 2026

Das Wiener Arbeitsfilmfestival hat erneut gezeigt, wie aktuell, vielfältig und gesellschaftlich relevant das Thema Arbeit auf der Leinwand verhandelt werden kann.

4. Mai

Weiterbildungsmotivation im Erwachsenenalter – neue Publikation im Meb

In der neuen Ausgabe des Magazins „erwachsenenbildung.at“ erschien ein Artikel von Günter Hefler und Eva Steinheimer zur Entstehung von Weiterbildungsmotivation Erwachsener.

27. Apr

Individual Learning Accounts – Ein Leitfaden zur Umsetzung

Eine neue Publikation fasst zentrale Erkenntnisse und bewährte Verfahren aus den ILA-Workshops europäischer Mitgliedstaaten im Rahmen des „ILA Mutual Learning Programme“ von 2023-2025 zusammen.

1. Jun

Rückblick auf das 2. Wiener Arbeitsfilmfestival 2026

Das Wiener Arbeitsfilmfestival hat erneut gezeigt, wie aktuell, vielfältig und gesellschaftlich relevant das Thema Arbeit auf der Leinwand verhandelt werden kann.

4. Mai

Weiterbildungsmotivation im Erwachsenenalter – neue Publikation im Meb

In der neuen Ausgabe des Magazins „erwachsenenbildung.at“ erschien ein Artikel von Günter Hefler und Eva Steinheimer zur Entstehung von Weiterbildungsmotivation Erwachsener.

1. Jun

Rückblick auf das 2. Wiener Arbeitsfilmfestival 2026

Das Wiener Arbeitsfilmfestival hat erneut gezeigt, wie aktuell, vielfältig und gesellschaftlich relevant das Thema Arbeit auf der Leinwand verhandelt werden kann.

4. Mai

Weiterbildungsmotivation im Erwachsenenalter – neue Publikation im Meb

In der neuen Ausgabe des Magazins „erwachsenenbildung.at“ erschien ein Artikel von Günter Hefler und Eva Steinheimer zur Entstehung von Weiterbildungsmotivation Erwachsener.

>alle News