24. Oktober 2025

Die Rolle öffent­li­cher Mittel in der Finanzierung der Erwachsenenbildung

Wie kann Erwachsenenbildung nachhaltig finanziert werden? Eine europäische Konferenz diskutierte Instrumente öffentlicher (Ko-)Finanzierung und neue Cedefop-Erkenntnisse.

Vor dem Hintergrund des euro­päi­schen Ziels, die Beteiligung Erwachsener an Weiterbildung deutlich zu erhöhen, widmete sich die Konferenz Financing adult learning: The role of public funding der zentralen Frage, wie Erwachsenenbildung in Europa wirksam und nach­hal­tig finan­ziert werden kann. Ziel der Veranstaltung war es, einen Überblick über bestehen­de Finanzierungsinstrumente in den EU-Mitgliedstaaten zu geben und die künftige Rolle öffent­li­cher (Ko-)Finanzierung zu diskutieren.

Ausgangspunkt der Diskussion war die wachsende Bedeutung von Weiterbildung für Beschäftigungsfähigkeit, Innovation, soziale Gerechtigkeit und die Schließung von Qualifikations- und Digitalisierungslücken. Auch aktuelle euro­päi­sche Initiativen – wie die geplante Union of Skills – unter­strei­chen den poli­ti­schen Stellenwert von lebens­lan­gem Lernen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die ambi­tio­nier­ten Ziele der euro­päi­schen Säule sozialer Rechte nur mit einer ent­spre­chen­den Ausweitung und stra­te­gi­schen Ausrichtung der Finanzierung erreicht werden können.

Im Fokus der Konferenz standen aktuelle Forschungsergebnisse von Cedefop zu öffent­li­chen Finanzierungsstrukturen der Erwachsenenbildung in Europa. 3s war in mehreren zentralen Forschungsprojekten der letzten Jahre invol­viert und auf der Konferenz vertreten. Präsentiert wurden unter anderem Analysen zu den Gesamtstrukturen der öffent­li­chen (Ko-)Finanzierung auf Basis von ReferNet-Berichten und der Cedefop-Datenbank zur Erwachsenenbildungsfinanzierung. Weitere Schwerpunkte lagen auf finan­zi­el­ler Unterstützung für Individuen – ins­be­son­de­re auf indi­vi­du­el­len Lernkonten – sowie auf Instrumenten zur Förderung betrieb­li­cher Weiterbildung, etwa durch Trainingsfonds und aktuelle Ergebnisse der CVTS-Erhebung.

Günter Hefler prä­sen­tier­te zusammen mit Patrycja Lipinska (Cedefop) zentrale Ergebnisse der Studie zu Individuellen Lernkonten und gestal­te­te den ein­füh­ren­den Input in der Arbeitsgruppe zu „Bildungsfreistellung und Einkommensersatz“. Daniel Unterweger prä­sen­tier­te am zweiten Konferenztag das Potenzial von Trainingsfonds am Beispiel Litauen.

Diskutiert wurde zudem, wie öffent­li­che Mittel gezielt ein­ge­setzt werden können, um private Investitionen zu mobi­li­sie­ren und wirksame Kostenaufteilungsmodelle zwischen Staat, Individuen und Arbeitgebern zu gestalten. Dabei wurde deutlich, dass es weniger um einzelne Instrumente als um das Zusammenspiel unter­schied­li­cher Finanzierungsformen geht – von öffent­lich finan­zier­ter Bildungsbereitstellung über finan­zi­el­le Anreize bis hin zu spe­zi­fi­schen Unterstützungsangeboten für Lernende und Unternehmen.

image by Cedefop


Ansprechperson: Günter Hefler und Daniel Unterweger

Client: Cedefop

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